Freiheit, schöner Götterfunke .....
Bonn hat ein Beethoven-Haus, nämlich das zu einem Zentrum ausgebaute Geburtshaus des Meisters - und was hat Wien? Natürlich die vielen Wohnstätten des großen Meisters, aber was Wien fehlt, ist ein Beethoven-Center ! Aber da gibt es eine Pianistin, die ein solches Projekt ausgearbeitet hat und die dafür erfolgreich Stimmung macht, es im Eroica-Haus zu installieren. Von der Musikwelt, den Künstlern, vom Wien- Tourismus, von der Wirtschaft, von den Medien, von vielen öffentlichen Stellen wird sie unterstützt. Sogar begeisterte Schreiben aus Japan gibt es. Nur von der Stadt Wien fehlt diese Unterstützung noch! (oder …fehlt die Grundsatzerklärung noch!?)
Und jetzt haben europäische Politiker – aus vordergründiger politischer Raison – auch noch die „Europa-Hymne“ „umgebracht“ – als wenn sie zum Umbringen wäre! Doch auch wenn es nach dem Vertrag von Lissabon legal keine Europafahne, keine Europahymne, ...... gibt – wir werden weiter „Freude, schöner Götterfunke ....“ singen.
1989 dirigierte Leonard Bernstein vor dem Brandenburger Tor die 9. Symphonie und ein einziges Mal in der Geschichte durfte der „heilige Text“ abgeändert erklingen – es war der Beginn eines neuen Europas und „Freiheit, schöner Götterfunke....“ das passende Motto dieses historischen Tages.
Ich bin ein sehr schlechter Sänger, aber drei Melodien kann ich – die Bundeshymne als überzeugter Österreicher, die Europahymne als überzeugter Europäer und „Großer Gott wir loben Dich“ als überzeugter Christ.
LAbg. a. D. Mag.
Franz K a r l
Mag. Karl ist Wissenschaftlicher Beirat des Vereins der Freunde des Beethoven-Center Vienna im Eroicahaus und Sonderbeauftragter für Behindertenfragen