STELLUNGNAHME ZUM KULTURPROJEKT EROICA-HAUS 

Initiativen, die sowohl die Pflege der reichen musikalischen Tradition
Österreichs zum Ziel haben als auch versuchen, den Schatz der Vergangenheit in
neuem Gewand, für neue Ideen und für neue Kunstäußerungen fruchtbar werden zu
lassen, sind grundsätzlich zu begrüßen. Daher ist dem Plan der Döblinger
Pianistin Susanne Rittenauer, das Eroica-Haus in der Döblinger Hauptstraße nicht
nur weiterhin dem Andenken Ludwig van Beethovens zu widmen, sondern es 
darüber hinaus mit neuem Leben zu erfüllen, ein gutes Gelingen zu wünschen. 
Dies vor allem, weil hier neben den üblichen Aktivitäten (Konzerten, Lesungen, 
Workshops etc.) auch zeitgenössische Künstler zu Wort kommen sollen, die sich 
mit dem musikalischen Erbe unseres Landes eigenschöpferisch auseinandersetzen. 
Dass hier nicht zuletzt an Künstler aus dem benachbarten Osten gedacht ist, macht 
das Vorhaben noch bemerkenswerter. Sollte der Plan gelingen, wäre die Stadt Wien
um ein attraktives und wichtiges Kulturangebot reicher.


o. Univ.-Prof. MMag. Dr. Hartmut Krones
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien